Greenkeeping

April April der macht was er will….

Der Frühling hat uns mal wieder überrascht. So wähnte man sich Ende März, trotz fehlendem Wachstum, schon wie im Mai, um dann in den letzten Tagen doch wieder die kalte Schulter des Aprils gezeigt zu bekommen. Was bleibt, ist mal wieder die Erkenntnis, dass ,egal ob Sonnenschein und Trockenheit oder erhöhte Feuchtigkeit im Bodenprofil und kalte Bodentemperaturen im Frühjahr, nichts anderes hilft, außer Geduld.

Flexibilität in der Produktanwendung und Geduld beim Verfolgen langfristiger Ziele, das ist es, was nachhaltiges Greenkeeping ausmacht. Die hohen Temperaturen und fehlenden Niederschläge von Mitte März bis Anfang April zeigten frühsommerlichen Charakter. Trotz steigenden Bodentemperaturen, hielt sich das Wachstum der Gräser jedoch häufig in Grenzen. Auch eine Granulatdüngung zeigte augenscheinlich keine starke wachstumssteigernde Wirkung, weil auf stark nitrathaltige Bestandteile verzichtet wurde. Doch es ist auch nicht unser Ziel, Wachstum zu erzwingen, wenn es den natürlichen Bedingungen noch nicht entspricht. Es geht für uns auf den Grüns um langfristig gute Putt-Oberflächen und nicht um Gräser, die durch starkes Wachstum breite und weiche Blätter bilden, die bei der nun zurückgekehrten Kälte krankheitsanfälliger sind.

Was uns also neben der Geduld bleibt, ist die Flexibilität.

Flexibilität heißt dabei für uns: Greenkeeping mit offenen Augen. So zeigten sich schon im März durch das trockene, warme Wetter viele Grüns in einem festen Zustand. Das Verschieben geplanter Anwendungen von Dünger in den April brachte daher den Vorteil, sich durch die jetzt eingetretenen nasskalten Wetterbedingungen nicht wieder um zwei bis drei Wochen bei der Grünqualität zurückwerfen zu lassen.

Was sagt uns das? Die Natur entscheidet, wann sie soweit ist!

Gruß Andreas

Head-Greenkeeper
Golfclub Bodensee Weissensberg