„Ich freu mich wenn’s regnet, weil wenn ich mich nicht freu, regnet’s auch“

Dieser Spruch von Karl Valentin war das Motto unserer diesjährigen Damengolfreise nach Radstadt im Salzburgerland. Drei Tage Dauerregen waren vorhergesagt, schlussendlich waren es dann nur zweieinhalb.
36 Damen liessen sich aber davon nicht abschrecken und starteten am Montagmorgen bereits um 6.00 Uhr bei strömendem Regen Richtung Radstädter Tauern. Endlich mal Gelegenheit, die wasserfesten Jacken und schicken Regenhüte zu tragen!
Der Golfplatz in Radstadt ist berühmt für seinen „Birdie-Jet“, eine kleine Gondel, die vier Golfer plus Trolleys auf 1000 Höhenmeter bringt, zum Abschlag auf ein 100 m tiefer liegendes Par 3.
Eine nette Geste des dortigen Marshalls: an der 9-Loch Hütte gab‘s heissen Tee mit Rum zum Aufwärmen.
Hier spielten wir eine besondere Team-Wertung, den sogenannten Wiener Walzer. Dabei zählt beim ersten Loch nur das beste Ergebnis im Team, bei zweiten Loch die zwei besten und am dritten Loch die drei besten Ergebnisse. Beim vierten Loch fängt‘s wieder von vorne an.
Vom Golfplatz waren’s nur drei Minuten zum Sporthotel Gründlers, wo ein Apero und ein feines Menü auf uns warteten. Netterweise konnten die nassen Schuhe und Bags im Skikeller des Hotels getrocknet werden. Dank unserem Sponsor Karl Troll konnten wir jeden Tag eine Siegerehrung mit Preisen durchführen.
Am Dienstag stand der Golf Schladming-Dachstein auf dem Programm. Tatsächlich hörte der Regen nach einigen Löchern auf und wir konnten bei trockenem Wetter weiterspielen. Dieses Platz, designt von Bernhard Langer gehört zu den Leading Courses Österreich und alle waren sich einig: den spielen wir nochmal bei Sonnenschein.
Am Abend hatte das Hotel für uns einen DJ organisiert und dann ging in der Bar bis in die frühen Morgenstunden die Post ab.
Am Mittwoch starteten wir bei trockenem Wetter Richtung Gut Altentann, aber da holte uns der Regen wieder ein. Dazu kamen noch Kälte und Wind. Einige Damen starteten gar nicht, einige kehrten nach ein paar Löchern wieder um und ein paar ganz eiserne hielten 9 Bahnen durch.
Inzwischen hatten alle Nachrichten und Fotos davon, wie’s zuhause aussah: Überschwemmung, überflutete Unterführungen, der Golfplatz Weissensberg ein grosser See. Da waren wir froh, dass wir doch ein paar trockene Stunden erwischt hatten und immerhin 45 Loch in den drei Tagen spielen konnten. Alles eine Frage der Perspektive.